Der Immobilienmakler

Immobilienmakler

In vielen Städten und Regionen ist es mittlerweile die Regel, dass Makler beim Verkauf- bzw. Ankauf von Immobilien engagiert werden. In Hamburg, eine der Städte, die mit die höchsten Quadratmeterpreise aufweist, werden inzwischen 82% der Miet- und Kaufobjekte mittels eines Maklers angeboten. Der Markt für Makeln, Verkaufen und Ankaufen boomt also- nur welche Tätigkeiten muss ein Immobilienmakler ausführen?

Makler treten vor allem für Verkäufer in Aktion und vermitteln diese an potentielle Käufer. Der Fall wie im Fernsehen dargestellt, dass ein Makler für Käufer auf die Jagd geht, ist dabei nur selten gegeben. In den allermeisten Fällen gehen Käufer auf Makler zu, indem sie auf Anzeigen oder Internetangebote des Maklers reagieren und einen Besichtigungstermin mit diesem vereinbaren.

Wird ein Makler engagiert, ermittelt dieser zuerst durch Vergleiche und eine Besichtigung den Wert der Immobilie und den realistischen Preis, den das Objekt erzielen kann. So müssen Vorstellungen von Vermietern oder Verkäufern oftmals nach unten oder im besten Fall nach oben korrigiert werden. Daran anschließend erstellen seriöse Immobilienmakler ein umfangreiches Exposé, das alle wichtigen Informationen und Unterlagen zusammenfasst.

Daraufhin setzt der Makler dann seine eigenen "Vertriebswege" in Gang, d.h. je nach Immobilie bzw. Wunsch des Eigentümers werden Anzeigen in Printmedien geschaltet, Aushänge vorbereitet und Internetwerbung eingesetzt. Dabei wird inzwischen nicht nur auf der eigenen Webseite das Exposé eingestellt, sondern  Makler bedienen sich inzwischen auch besonders gern den großen Internetplattformen wie Immobilienscout. Die Reaktionen in Form von Anrufen, E-Mails oder persönlichen Besuchen der interessierten Käufer oder Mieter verwaltet ebenfalls der Makler. Termine und Besichtigungen werden ausgemacht und vollzogen und bei Zusage eines Interessenten sowie der Einwilligung des Eigentümers auch die notarielle Beglaubigung. Ein Makler nimmt somit den Verkäufer viel Zeit- und Kostenaufwand ab.

Aber auch Käufer bzw. Mieter profitieren von kompetenten Maklern. Diese führen Besichtigungen meist weitaus routinierter und genauer durch, als dies Eigentümer tun. Im Normalfall kennen sie sich genau mit dem Haus sowie den Vorstellungen der Eigentümer aus und kommunizieren diese.

Momentan findet die Bezahlung des Immobilienmaklers auch durch den Käufer/Mieter statt- in aller Regel die Hälfte der Maklercourtage, d.h. 3% des Preises. Eine Diskussion darüber, dass nicht Käufer, sondern Verkäufer als Besteller der Dienstleistung, in Zukunft die Maklergebühren tragen müssen, ist da im Grunde eine natürliche Reaktion. Fraglich bleibt jedoch, ob die Verkäufer nicht wieder auf anderem Wege, z.B. durch die Anhebung der Kaltmiete, die Bezahlung des Maklers doch wieder auf die Käufer oder Mieter abwälzen würden. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Streitfrage entwickelt.